Institut IFT
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Institut für Fertigungstechnik und Photonische Technologien
Univ.Prof.DI.Dr. techn.
Friedrich Bleicher

TEC-Lab - Labor für Fertigungstechnik
Franz-Grill-Straße 4,
Obj. 221, E311-1
1030 Vienna, Austria


DI Gerhard Wiesinger

+43-(1)-58801-311792
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Daniel Finkeldei, M.Sc.

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Tagungsbüro

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Fräsbearbeitung

Das Fertigungsverfahren des Fräsens ist, nach der Bohrbearbeitung, die zweitwichtigste Bearbeitungsoperation, um formgenaue, präzise FKV-Bauteile herzustellen. Insbesondere zum Austragen von Freiformflächen aus großen Bauteilen wird dieses Fertigungsverfahren eingesetzt.

Durch den intermittierenden Schnitt werden auch hier, wie bei den metallischen Werkstoffen, hohe Anforderungen an die Schneidkantenintegrität gestellt. Beschichtungsabplatzungen sowie Schneidkantenausbrüche können bereits nach kurzen Werkzeugstandzeiten auftreten. Jedoch können auch hier durch fehlerhafte Auswahl der Werkzeuggeometrie (z.B. hinsichtlich der Fräserdrallung) erhebliche Bauteilschädigungen, wie Delamination, Ausfransungen und Absplitterungen, hervorgerufen werden. Eine wichtige Innovation auf diesem Fachgebiet ist die Entwicklung der Kompressionsschneide, die aufgrund einer gegenläufigen Werkzeugdrallung sowohl einen drückenden als auch einen ziehenden Schnitt verursacht. Faserauszüge sowie Abhebungen ganzer, oberflächennaher Decklagen können somit maßgeblich reduziert werden.

Besonders die Bearbeitung von Kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) ist bereits gut und hochqualitativ bearbeitbar. Hingegen ist die Zerspanung von Glasfaser- (GFK) und Aramidfaserverstärkten Kunststoffen (AFK) aufgrund der mechanischen Eigenschaften der Fasern an sich sowie des Zusammenspiels der Bindung zwischen Faser und Matrixwerkstoff erst unzureichend erforscht und benötigt noch einige weitere Entwicklungsansätze.